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SSV Landshut-Schönbrunn

Ende des Stadtteil-Sportanlagenkonzeptes?

Kürzlich informierte sich die Stadtratsfraktion der FREIEN WÄHLER Landshut bei den beiden Vorsitzenden des SSV 63 Landshut-Schönbrunn, Ernst Orend und Rudolf Schnur, über die von der Stadt angedachte Verlagerung des Vereinsgeländes nach Mitterwöhr.

Den Stadträten der FREIEN WÄHLER Landshut wurde dabei mitgeteilt, dass der Vorstand des SSV Landshut-Schönbrunn derzeit dabei ist, die Vor- und Nachteile auszuloten, die durch eine Verlagerung entstehen würden.

Für Orend und Schnur steht fest, dass diese Entscheidung nur von den Mitgliedern selbst getroffen werden kann, nachdem alle Bedingungen dazu offen gelegt wurden.

Für die FREIEN WÄHLER Landshut würde eine Verlagerung das Ende des überaus erfolgreichen dezentralen Sportkonzeptes bedeuten. Ziel der Sportstadt Landshut war es bisher, in jedem Stadtteil eigene Sportstätten zu schaffen, den sozialen und gesellschaftlichen Zusammenhang zu fördern, Kindern und Jugendlichen kurze Anfahrten zu ermöglichen und, wie es gerade in Schönbrunn vorzüglich gelingt, Integration im Stadtteil zu fördern.

Stadträte und Vereinsvertreter waren sich einig, dass eine rasche Entscheidung der Stadt dringend notwendig ist, um die Hängepartie des Vereins zu beenden und gerade die Vereine, die bisher von der Stadt am wenigsten finanziell unterstützt wurden und vorbildhafte Eigenleistungen erbrachten, endlich auch unter die Arme gegriffen werden sollte.

Laut Informationen der FREIEN WÄHLER Landshut denkt die Stadt auch darüber nach, auf dem ausgelagerten Gelände Bauland auszuweisen. Dies erscheint allerdings wenig schlüssig, wenn die Stadt andererseits nur wenige Steinwürfe davon entfernt ein riesiges Biomassekraftwerk plant, in dem jährlich bis zu 80.000 Tonnen Holz verbrannt werden sollen. Ein nachvollziehbares Gesamtkonzept erschließt sich dabei den FREIEN WÄHLERN Landshut nicht. 

Sinnvoll erscheinen den FREIEN WÄHLERN Landshut nach eingehender Besichtigung des Sportheims und der Außenanlagen vielmehr die Planungen für eine energetische Sanierung des Vereinsgebäudes.

Die Planung, die der 2. Vorsitzende, Rudolf Schnur, bereits im Herbst 2008 betrieb, beinhaltet eine vollständige Entsorgung der weitgehend ungedämmten Well-Asbest-Dachflächen des gesamten Gebäudes und der Elektro-Nachtspeicherheizungen, sowie der ausschließlich elektrischen Duschwasserbeheizung.

Anstelle dessen soll die Aufbringung eines Pultdaches erfolgen, das aufgrund seiner Süd-Ausrichtung vollständig mit Fotovoltaikmodulen bestückt sein sollte. Dadurch würde sich die Dacherneuerung innerhalb der Nutzungsdauer der Solarstromerzeugung selbst finanzieren.

Der 1. Vorsitzende, Ernst Orend, wies als aktiver Spieler auf die dringende Sanierungsbedürftigkeit der sanitären Anlagen für Spieler und Schiedsrichter im Keller des Hauses hin. Diese Umstände sind es auch, die Neuzugänge von Spielern, vor allem im Jugendbereich, ausbleiben lassen. Die neue Vorstandschaft, so berichtete Orend weiter, hat formelle Voraussetzungen, die die Stadt in einigen Gesprächen und im Schriftverkehr einfordert, erfüllt.