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Dezentrale Unterbringung der Asylbewerber

Bericht aus der Fraktion 

Die Freien Wähler haben sich in ihrer letzten Fraktionssitzung mit einem brisanten Thema beschäftigt: Der möglichen Unterbringung von Asylbewerbern in zwei Wohnblocks auf dem alten Kasernengelände. Ein Investor hat zwei frühere Kasernengebäude gekauft und möchte dort weitere Asylbewerber unterbringen, eine Idee, der die Freien Wähler ablehnend gegenüberstehen, da auf dem ehemaligen Kasernengelände  bereits Asylbewerber untergebracht sind:

„Wir Freie Wähler sind der Meinung, dass Asylbewerber besser dezentral untergebracht werden sollten. Dadurch funktioniert die Integration besser und es gibt weniger Konflikte unter den Asylbewerbern selbst“, erklärt MdL und Stadträtin Jutta Widmann die Haltung der Freien Wähler. Die Massenunterbringung an einem Standort berge sehr häufig sozialen Sprengstoff, weil hier viele Menschen aus unterschiedlichen Ländern und Kulturkreisen aufeinandertreffen. Das Konfliktpotential werde dadurch entsprechend erhöht.

„Dezentrale Unterkünfte, am besten in der ganzen Region verteilt, sind deutlich besser für die betroffenen Menschen selbst und auch die Gemeinden. Es ist einfacher, die Menschen in unsere Gesellschaft zu integrieren, wenn nicht Hunderte Flüchtlinge an einem Ort leben“, gibt Fraktionsvorsitzender Erwin Schneck zu Bedenken. Die Freien Wähler wünschen sich daher für die beiden verkauften Wohnblocks auf dem ehemaligen Kasernengelände eine andere Lösung:

„Was wir dringend in Landshut brauchen, sind gute, einfache und günstige Wohnungen. Bezahlbarer Wohnraum wird immer knapper und viele Menschen haben große Schwierigkeiten, noch erschwingliche Wohnungen in Landshut zu finden“, so die Fraktion. MdL Jutta Widmann und ihre Stadtratskollegen weisen zudem auf den Verkauf der GBW Wohnungen durch die Landesbank an den Immobilienkonzern Patrizia AG hin. Es sei unsicher, ob die ehemaligen GBW Wohnungen auch nach dem Verkauf langfristig als bezahlbarer Wohnraum für sozial Schwächere zur Verfügung stünden.

Die Freien Wähler hatten sich bereits im Vorfeld des Verkaufs der GBW Wohnungen dafür eingesetzt, dass der Freistaat die Wohnungen übernimmt.